Musikakademie Marktoberdorf

Neubau Proben - und Konzertsaal
Bauzeit: 1994 - 1996
Kosten: 7.640.000 Euro

Die Musikakademie Marktoberdorf steht als Einrichtung des Bayerischen Musikrats den Laienmusikverbänden zur musikalischen Weiterbildung zur Verfügung und ist seit 1984 im barocken Schloss Marktoberdorf untergebracht.

Neben Seminar-, Übungs- und Unterkunftsräumen beherbergte das Schlossgebäude im Dachgeschoss einen Probensaal, der aus Sicherheitsgründen durch einen Anbau ersetzt werden musste.

In dem aus Sicht des Denkmalschutzes äußerst sensiblen Umfeld bot es sich an, die um fünf Meter nach Westen hin abfallenden Topografie ausnutzen und etwa 85 % der Baumasse unter die Erde zu verlagern. Im Zentrum der kreisförmigen Anlage befindet sich die Bühne, um die herum sich Foyer, Auditorium, Neben- und Technikräume gruppieren.

Die Bühne lässt sich über ein verglastes Faltschiebtor auch zum Außenraum hin öffnen, wo Zuschauerränge etwa einen Viertelsektor des Kreises einnehmen.

An dieser Stelle tritt die Grundform auch nach außen deutlich in Erscheinung und wird durch eine abschließende Arkadenreihe optisch akzentuiert. Die unter der Erde angeordneten Räumlichkeiten verbergen sich unter einem Gründach und sind von außen lediglich an einer kreisförmigen Betonaufkantung und einer Reihe von Lichtkuppeln erkennbar.

Die Projektleitung und sämtliche Planungsleistungen für den Hochbau wurden durch Bedienstete des Staatlichen Bauamtes Kempten erbracht.