Schloss Neuschwanstein

Ausbau 2. OG im Palasbau

Bauzeit: 1999 - 2000
Kosten: 2.500.000 Euro

Nach Abschluss der Bauabschnitte I und II zu Beginn der 1990er Jahre, in deren Rahmen u. a. die Stützmauer im Bereich der Schlossauffahrt bei einem Gesamtaufwand von 3.500.000 Euro saniert wurde, erhielt das Staatliche Bauamt Kempten 1998 den Planungsauftrag zum Ausbau des 2. OG im Palasbau. Gegenstand dieses dritten Bauabschnitts waren die behindertengerechte Erschließung des gesamten Palasbaus über einen Aufzug sowie der Einbau eines Museumsladens, eines Bistros mit Sanitäranlagen und eines Multimediaraums als Endpunkt einer neuen Führungslinie.

Um den Fahrstuhl der auch zu Ver- und Entsorgung dieser Einrichtungen dienen soll, mit einer Förderhöhe von 40 m an einen etwa 13 m unterhalb des Erdgeschossniveaus verlaufenden, bereits bestehenden Fluchttunnel anbinden zu können, musste der Aufzugsschacht über abschnittsweise Sprengungen bis auf diese Ebene in den Fels abgeteuft werden.

Das zweite Obergeschoss im Palasbau befand sich seit der Erbauung des Schlosses im Rohbauzustand: an den freiliegenden, genieteten Stahlträgerdecken sowie dem mehrschaligen Ziegelsichtmauerwerk der Wände lässt sich die für damalige Verhältnisse sehr fortschrittliche Baukonstruktion eindrucksvoll ablesen. Dieses Erscheinungsbild wurde, so weit als möglich, unverändert erhalten.

Die Projektleitung und sämtliche Planungsleistungen aus den Bereichen Hoch- und Spezialtiefbau sowie Betriebs- und Elektrotechnik wurden durch Bedienstete des Staatlichen Bauamtes erbracht.